Kurzantwort:
Von den gängigen Autohaus-Systemen beschreiben derzeit zwei ihre Schnittstelle öffentlich. VaudisX von T-Systems bietet eine Programmierschnittstelle, die nach Angaben des Anbieters im Volkswagen-Umfeld bislang einmalig ist. WERBAS hat seine REST-Spezifikation offengelegt, die Nutzung setzt ein kostenpflichtiges Entwicklerpaket voraus. Loco-Soft beschreibt seinen Weg nicht öffentlich, hat aber auf Anfrage zwei Standardwege für Fremdanbieter genannt: die Datenbank lesend und einen Webservice in beide Richtungen, der auch Auftrags- und Termindaten führt. Vorbedingung ist eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Bei allen übrigen Systemen führt der Weg über eine direkte Anfrage.
Ronny Schumann · Gründer DIGISTAFF
14 Jahre Autohaus- und B2B-Vertrieb, ehem. SEAT Topverkäufer. Spezialisiert auf KI-Agenten für Werkstatt- und Autohausbetriebe in Deutschland.
Warum kommt diese Frage vor der Tool-Frage?
Ein Anbieter zeigt Ihnen einen Chatbot, der Termine annimmt. Sieht gut aus, kostet überschaubar, ist schnell eingerichtet. Zwei Monate später steht er neben Ihrem Werkstattkalender statt darin, und die Serviceassistentin tippt jeden Termin ein zweites Mal ab. Das ist keine Automatisierung, das ist eine zusätzliche Baustelle.
Der Punkt, an dem sich das entscheidet, liegt nicht beim Chatbot. Er liegt beim DMS. Kunden, Fahrzeuge, Aufträge und Termine liegen dort, und ob eine neue Anwendung hineinschauen und hineinschreiben darf, bestimmt der DMS-Hersteller, nicht der Anbieter des Agenten.
Deshalb ist die erste Frage nie „welches Tool", sondern „was lässt mein System zu". Für diese Übersicht habe ich zwei Arten von Quellen zusammengetragen. Erstens die öffentlichen Angaben der DMS-Hersteller selbst. Zweitens die Schnittstellenübersicht des Werkstatt-Terminplaners 1-wtp (pce Consulting), der als Fremdanbieter für jedes angebundene System einzeln offenlegt, welche Funktionen tatsächlich laufen und welche Zusatzschnittstelle dafür nötig ist. Das ist die ehrlichere Quelle, weil sie aus der Praxis kommt und nicht aus dem Prospekt. Wo nichts öffentlich steht, schreibe ich das hin, statt zu raten. Alle Quellen mit Abrufdatum stehen am Ende des Beitrags.
Die Übersicht: welches System, welcher Weg
Stand August 2026, nach öffentlich zugänglichen Angaben. Die Einträge „nicht öffentlich beschrieben" sind bewusst so stehen geblieben. Sie bedeuten nicht, dass nichts geht. Sie bedeuten, dass man fragen muss.
| System (Anbieter) | Schnittstelle für Fremdsysteme | Weg |
|---|---|---|
| VaudisX (T-Systems) | ja, öffentlich beschrieben | Antrag beim Anbieter, einmalige Kosten trägt der anbindende Anbieter, Nutzung nur lokal im Betrieb |
| WERBAS (Werbas/KSR) | ja, REST, Spezifikation offengelegt | Entwicklerpaket, kostenpflichtig |
| Loco-Soft | ja, zwei Standardwege, nicht öffentlich dokumentiert | Datenbank lesend oder Webservice in beide Richtungen, nach Vertraulichkeitsvereinbarung |
| CARLO (incadea) | nicht öffentlich beschrieben | Anfrage beim Hersteller |
| ec@ros, TOPCOnew (imaweb) | Partnerprogramm vorhanden, lesender Zugriff einzurichten | über das Partner-Ökosystem |
| Dracar+, Optima21 (Keyloop) | nicht öffentlich beschrieben | Anfrage beim Hersteller |
| EUROPLUS, FORMEL1 (CARDIS-Reynolds) | Zusatzschnittstelle nötig, sobald geschrieben wird | kostenpflichtig über den Anbieter |
| KfzPilot (attRiBut) | Zusatzschnittstelle für die Auftragsanlage nötig | über den Anbieter |
| werwiso, werwismart (Betzemeier) | lesender Zugriff, vom Hersteller einzurichten | über den Anbieter, bei Konzernmarken teils über den DMS-Backbone |
| CDP, KFZWIN, MACS, P2, WinQuick | nicht öffentlich beschrieben | Anfrage beim Hersteller |
Diese Übersicht wird fortgeschrieben. Wo „nicht öffentlich beschrieben" steht, frage ich die Hersteller nacheinander an und trage die Antworten hier nach.
Die drei Wege in ein DMS
So unterschiedlich die Systeme aussehen, am Ende gibt es nur drei Arten, wie eine neue Anwendung an Ihre Daten kommt.
Erstens: die offene Programmierschnittstelle
Der saubere Weg. Der Hersteller stellt eine dokumentierte Schnittstelle bereit, ein Fremdsystem meldet sich daran an und tauscht Daten aus, ohne dass jemand etwas abtippt. VaudisX geht diesen Weg und beschreibt ihn auf der eigenen Produktseite als im Volkswagen-Umfeld bislang einmalig. Die Zahl der gleichzeitigen Verbindungen ist gestaffelt, die kleinste Stufe ist nach Angaben des Anbieters bereits im Basispaket enthalten. Mehrere Anbieter aus dem Umfeld sind dort angebunden, darunter Terminplanung und Werkstattsteuerung.
WERBAS hat die Spezifikation seiner REST-Schnittstelle mit Version 10.1.0 öffentlich gemacht, ausdrücklich damit Interessenten vorab prüfen können, ob sie passt. Für die tatsächliche Nutzung bleibt ein Entwicklerpaket erforderlich.
Zweitens: der Standardweg auf Anfrage
Nicht jeder Hersteller veröffentlicht, was er anbietet. Loco-Soft listet rund 25 Partneranbindungen, das las ich zunächst als abgeschlossenes Netz. Auf meine Anfrage hin stellte sich heraus, dass diese Liste nur eine Auswahl ist. Im System stecken mehrere Hundert Anbindungen, und für Fremdanbieter gibt es zwei Standardwege: lesend über die Datenbank, oder ein Webservice in beide Richtungen, über den Kunden-, Fahrzeug-, Auftrags- und Termindaten laufen. Vorbedingung ist eine Vertraulichkeitsvereinbarung, danach folgen die technischen Unterlagen.
Für die Praxis heißt das zweierlei. Der Weg ist offener als die Website vermuten lässt, aber Sie finden ihn nicht durch Lesen, sondern nur durch Fragen. Und Sie sind nicht der Erste: nach Angaben des Herstellers verlässt die Vereinbarung das Haus mehrmals pro Woche, überwiegend an Anbieter, die genau solche Vorgänge automatisieren wollen.
Drittens: der Umweg über den Betrieb
Wenn nichts davon greift, bleibt der Agent vor dem System stehen. Er nimmt an, ordnet vor und übergibt einen fertigen Vorgang an die Annahme, statt selbst einzutragen. Das ist die unbeliebte Variante, und sie ist trotzdem oft die richtige, weil sie sofort läuft und keine Freigabe braucht. Die Telefonzeit sparen Sie damit genauso ein. Was fehlt, ist die letzte Handbewegung.
Was leistet eine bestehende Anbindung praktisch?
Bis hierher ging es um die Frage, ob ein Weg existiert. Jetzt kommt die Frage, die im Betrieb wirklich zählt: Was kommt am Ende dieses Weges tatsächlich an?
Dafür gibt es eine Quelle, die aussagekräftiger ist als jedes Herstellerprospekt. Der Werkstatt-Terminplaner 1-wtp von pce Consulting ist seit Jahren an die gängigen Systeme angebunden und legt für jedes einzeln offen, welche Funktionen laufen und welche Zusatzschnittstelle dafür gebucht sein muss. Das ist kein Versprechen, sondern eine Bestandsaufnahme aus dem Wirkbetrieb. Ich gebe sie hier wieder, weil sie die beste öffentliche Antwort auf die Frage ist, wie tief eine Anbindung reicht.
| System | Was gelesen werden kann | Was geschrieben werden kann | Bedingung |
|---|---|---|---|
| care (ASC) | Kunde, Fahrzeug, fällige Wartungen, Rechnungshistorie, offene Aufträge, Zeiterfassung, Räderlager, Schichten und Abwesenheiten | nichts genannt | lokal und im Rechenzentrum möglich |
| CARLO (incadea) | als angebunden gelistet, Umfang nicht veröffentlicht | nicht veröffentlicht | offen |
| CDP (Motiondata Vector) | Kunde, Fahrzeug, fällige Wartungen, Rechnungshistorie, offene Aufträge, Schichten und Abwesenheiten | nichts genannt | – |
| Dracar+, Optima21 (Keyloop) | Kunde, Fahrzeug, fällige Wartungen, Rechnungshistorie, offene Aufträge, Zeiterfassung | nichts genannt | – |
| ec@ros (imaweb) | Kunde, Fahrzeug, fällige Wartungen, Rechnungshistorie, Räderlager | Auftragsanlage | im Rechenzentrum und für die Auftragsanlage separate Schnittstelle von imaweb. Bei Škoda und Seat über den DMS-Backbone ohne Zusatz |
| EUROPLUS (CARDIS Reynolds) | Kunde, Fahrzeug, fällige Hauptuntersuchungen, Rechnungshistorie, offene Aufträge, Zeiterfassung | Auftragsanlage, Anlage und Änderung von Potentialen | Zusatzschnittstelle von CARDIS Reynolds erforderlich |
| FORMEL 1 (CARDIS Reynolds) | Kunde, Fahrzeug, fällige Hauptuntersuchungen, Rechnungshistorie, offene Aufträge | Auftragsanlage, Anlage und Änderung von Potentialen | XML-Schnittstelle oder Zusatzschnittstelle, letztere nur bei Renault-Händlern. Rechnungshistorie nur mit XML-Schnittstelle |
| KfzPilot (attRiBut) | Kunde, Fahrzeug, fällige Wartungen, Rechnungshistorie, offene Aufträge, Räderlager, Arbeitsvorlagen | Auftragsanlage | Zusatzschnittstelle von attRiBut erforderlich |
| KFZWIN (TOPMOTIVE) | Kunde, Fahrzeug, Rechnungshistorie | nichts genannt | – |
| Loco-Soft | Kunde, Fahrzeug, fällige Wartungen, Rechnungshistorie, offene Aufträge, Abwesenheiten, Räderlager | Auftragsanlage sowie Rückschreiben von E-Mail-Adressen und Kilometerständen | keine Zusatzschnittstelle genannt |
| MACS (Mazda) | Kunde, Fahrzeug, Rechnungshistorie, offene Aufträge | nichts genannt | – |
| P2 (Bungert) | Kunde, Fahrzeug, Rechnungshistorie, offene Aufträge | Auftragsanlage | – |
| TOPCOnew (imaweb) | Kunde, Fahrzeug, Räderlager | nichts genannt | lesender Datenbankzugriff muss von imaweb eingerichtet werden |
| WERBAS | Kunde, Fahrzeug, fällige Wartungen, Rechnungshistorie, offene Aufträge, Räderlager | Auftragsanlage | bidirektionale REST-Schnittstelle für Auftragsanlage und im Rechenzentrum |
| werwiso, werwismart (Betzemeier) | Kunde, Fahrzeug, fällige Wartungen, Rechnungshistorie, offene Aufträge | Auftragsanlage | lesender Zugriff als View durch Betzemeier. Auftragsanlage nur über WSC-Schnittstelle oder DMS-Backbone. Bei Škoda und Seat über den Backbone |
| WinQuick (Müßner) | Kunde, Fahrzeug, Rechnungshistorie | nichts genannt | – |
Quelle: öffentliche Schnittstellenübersicht von 1-wtp (pce Consulting), abgerufen am 4. August 2026. „Nichts genannt" bedeutet, dass dort kein schreibender Vorgang aufgeführt ist, nicht dass keiner möglich wäre.
Drei Dinge, die in dieser Tabelle stecken
Erstens: Lesen können fast alle, schreiben können weniger. Kunde, Fahrzeug und Rechnungshistorie sind praktisch überall abrufbar. Beim Anlegen eines Auftrags wird es dünn, und genau dort entscheidet sich, ob ein Agent den Termin selbst einträgt oder nur vorbereitet.
Zweitens: Die Zusatzschnittstelle ist der eigentliche Kostenpunkt. Bei EUROPLUS, FORMEL 1, KfzPilot, WERBAS und ec@ros steht das Schreiben hinter einer separaten, kostenpflichtigen Schnittstelle des Herstellers. Wer ein Angebot einholt, ohne das geklärt zu haben, vergleicht Preise, die nicht vergleichbar sind.
Drittens, und das hat mich selbst überrascht: Loco-Soft steht hier besser da, als die Website vermuten lässt. Ein Fremdanbieter legt dort Aufträge an und schreibt sogar E-Mail-Adressen und Kilometerstände zurück, ohne dass eine Zusatzschnittstelle genannt wird. Auf Nachfrage bestätigte der Hersteller, warum: neben den gelisteten Partnern gibt es zwei Standardwege für Fremdsysteme, lesend über die Datenbank und einen Webservice in beide Richtungen mit Auftrags- und Termindaten. Wer dort anbinden will, unterschreibt zuerst eine Vertraulichkeitsvereinbarung und bekommt dann die technischen Unterlagen.
Ich hatte in der ersten Fassung dieses Artikels geschrieben, Loco-Soft habe keine offene Schnittstelle. Das war zu kurz gegriffen, und ich habe es korrigiert. Richtig ist: nicht öffentlich dokumentiert heißt nicht verschlossen. Es heißt nur, dass Sie fragen müssen.
Für Sie als Betrieb folgt daraus eine praktische Reihenfolge. Fragen Sie nicht zuerst, ob Ihr DMS eine API hat, denn die Antwort steht oft nirgends. Fragen Sie beim Hersteller nach, ob es für Ihren Anwendungsfall einen Standardweg oder bereits einen angebundenen Anbieter gibt. Wenn ja, ist der Weg meist kürzer und billiger als jede Eigenentwicklung.
Was bietet Ihr Hersteller inzwischen selbst an?
Ein Punkt, den ich in Gesprächen selten höre und der viel Geld spart: Ihr DMS-Hersteller baut möglicherweise gerade genau das, wofür Sie einen Anbieter suchen.
Loco-Soft hat im Oktober 2025 KI-Funktionen in die Software integriert. Unterstützung beim Verfassen und Übersetzen von E-Mails, Rechtschreibprüfung und eigene Routinen, die sich über ein Editor-Werkzeug einrichten lassen. Der Preis liegt nach Angaben des Herstellers bei 19,90 Euro monatlich pro Betrieb, die Kosten sind über Vorauszahlungs-Grenzen gedeckelt. Angekündigt sind ausdrücklich auch Chatbots für die Terminvereinbarung.
Wenn Sie also überlegen, ob Sie einen Terminbot brauchen, und Loco-Soft einsetzen: fragen Sie zuerst dort. Für Standardantworten und Textbausteine reicht das in vielen Betrieben. Der Unterschied zeigt sich erst da, wo es um Ihren Betrieb geht und nicht um den Durchschnitt. Also bei der Frage, welche Termine Ihre Bühnen überhaupt vertragen, welcher Kunde welche Vorgeschichte hat und wann jemand zurückrufen muss.
Ich sage das gegen mein eigenes Geschäft, weil es stimmt. Eine Empfehlung, die den günstigeren Weg verschweigt, hält genau bis zu dem Tag, an dem der Kunde ihn selbst findet.
Das DIGISTAFF-Vorgehen
Ich bin herstellerunabhängig und verkaufe kein eigenes DMS. Deshalb sieht der Anfang so aus:
- Zuerst klären, welches System bei Ihnen läuft und was es zulässt
- Dann prüfen, was Ihr Hersteller bereits mitliefert oder angekündigt hat
- Erst danach entscheiden, ob eine eigene Anbindung überhaupt nötig ist
Bei einer eigenen Auswertung von 1.049 Betriebswebsites im August 2026 habe ich 16 verschiedene Terminsysteme gefunden, kein einziges davon marktbeherrschend. Welches System bei Ihnen läuft und welcher Weg dafür offen steht, klären wir am schnellsten im Gespräch.
Ronny Schumann, Digistaff Berlin, Telefon 0174 5768499
Was Sie diese Woche tun können
- Nachsehen, welches System bei Ihnen läuft und in welcher Fassung. Die Version steht meist in der Titelzeile oder unter dem Menüpunkt Info.
- Ihren DMS-Betreuer anrufen und drei Fragen stellen: Gibt es eine Schnittstelle für Fremdsysteme, was kostet ihre Nutzung, und darf ein angebundenes System nur lesen oder auch schreiben.
- Im Kundenbereich oder Newsletter Ihres Herstellers nachsehen, ob dort bereits KI-Funktionen angekündigt sind. Das erspart in manchen Fällen die ganze Suche.
Die Übersicht oben sagt Ihnen, welcher Weg technisch offensteht. Sie sagt nicht, ob er sich für Ihren Betrieb lohnt, denn das hängt daran, wie viel heute von Hand läuft. Der Reifegrad-Check geht diese Stellen durch. 25 Fragen, ohne dass Sie dafür mit jemandem sprechen müssen.
Unsicher, was Ihr System zulässt?
Sagen Sie mir, welches DMS bei Ihnen läuft. In dreißig Minuten wissen Sie, ob eine Anbindung möglich ist, was der Hersteller selbst anbietet und ob sich der Aufwand für Ihren Betrieb lohnt.
Kostenlose Potenzialanalyse anfragenHäufige Fragen
Welches Autohaus-DMS hat eine offene Schnittstelle?
Öffentlich beschrieben sind derzeit zwei. VaudisX von T-Systems bietet eine Programmierschnittstelle, die nach Angaben des Anbieters im Volkswagen-Umfeld bislang einmalig ist. WERBAS hat die Spezifikation seiner REST-Schnittstelle seit Version 10.1.0 offengelegt, die Nutzung setzt allerdings ein kostenpflichtiges Entwicklerpaket voraus. Bei allen anderen gängigen Systemen führt der Weg über eine direkte Anfrage beim Hersteller.
Was kostet eine DMS-Anbindung?
Die Konditionen sind bei keinem Anbieter öffentlich einsehbar. VaudisX staffelt nach Anzahl der Verbindungen in drei Paketgrößen, wobei die kleinste bereits im Basispaket enthalten ist. WERBAS verlangt ein Entwicklerpaket. Bei mehreren Systemen kommt eine kostenpflichtige Zusatzschnittstelle hinzu, sobald ein Fremdsystem nicht nur lesen, sondern auch Aufträge anlegen soll. Fragen Sie das vor jeder Tool-Entscheidung ab.
Brauche ich eine Schnittstelle, wenn mein DMS selbst KI anbietet?
Für einfache Aufgaben oft nicht. Loco-Soft hat im Oktober 2025 KI-Funktionen integriert, ab 19,90 Euro monatlich pro Betrieb, und Chatbots für die Terminvereinbarung angekündigt. Wer nur Textbausteine und Standardantworten braucht, ist damit gut bedient. Sobald ein Agent aber echte Termine in Ihren Werkstattkalender schreiben oder Kundenhistorien lesen soll, brauchen Sie den Datenweg ins System.
Was mache ich, wenn mein DMS keine Schnittstelle hat?
Dann bleibt der Agent vor dem System stehen, und das ist nicht zwingend ein Ausschlusskriterium. Terminanfragen, Rückrufwünsche und wiederkehrende Fragen lassen sich auch ohne Zugriff auf das DMS abfangen, die Übergabe an die Annahme erfolgt dann als vorbereiteter Vorgang statt als automatischer Eintrag. Das ist weniger elegant, spart aber denselben Anteil an Telefonzeit.
Wie erfahre ich, welche Schnittstelle mein Betrieb hat?
Rufen Sie Ihren DMS-Betreuer an und stellen Sie drei Fragen: Gibt es eine Programmierschnittstelle für Fremdsysteme, was kostet deren Nutzung, und darf ein angebundenes System nur lesen oder auch schreiben. Die Antwort auf die dritte Frage entscheidet darüber, ob ein Agent Termine selbst eintragen kann oder nur vorbereitet.
Quellen
Die Angaben in diesem Beitrag stammen aus öffentlich zugänglichen Veröffentlichungen, abgerufen am 4. August 2026, sowie aus direkten Auskünften der Hersteller. Wo eine Angabe fehlt, steht das ausdrücklich dabei.
- Loco-Soft Vertriebs GmbH, schriftliche Auskunft vom 5. August 2026 (Senior Teamleitung Vertrieb, Leitung Programme und Schnittstellen): Die auf der Website gelisteten Partner sind eine Auswahl, im System sind mehrere Hundert Anbindungen vorhanden. Für Fremdsysteme bestehen zwei Standardwege, lesender Zugriff über die PostgreSQL-Datenbank und ein bidirektionaler Webservice für Kunden-, Fahrzeug-, Auftrags- und Termindaten. Voraussetzung für die technischen Unterlagen ist eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Diese Auskunft korrigiert die Erstfassung dieses Beitrags vom 4. August 2026.
- T-Systems International GmbH, schriftliche Auskunft vom 5. August 2026 (Produktmanagement Vaudis): Für die VaudisX API sind eine eigene API-ID und ein eigener Schlüssel erforderlich. Die Anbindungskosten fallen einmalig an und werden vom anbindenden Anbieter getragen, nicht vom Betrieb. Die API ist ausschließlich in der lokalen Umgebung des Betriebs nutzbar; eine Cloud-Anwendung benötigt zusätzlich eine Vermittlungsschicht vor Ort.
- 1-wtp, Der Werkstatt-Terminplaner (pce Consulting), Übersicht
„Schnittstellen": Funktionsumfang je angebundenem DMS, einschließlich der Angabe,
welche Zusatzschnittstelle jeweils erforderlich ist. Grundlage der Funktionsmatrix
oben.
www.1-wtp.info/schnittstellen - T-Systems, VaudisX API: Beschreibung der Programmierschnittstelle,
Paketstaffelung nach Anzahl der Verbindungen, Liste der bereits angebundenen
Partner.
auto.dms.t-systems.net/public/vaudisx_api.action - WERBAS//KSR, Release Notes WERBAS.Cloud 10.1.0: Offenlegung der
REST-Spezifikation, Hinweis auf das weiterhin erforderliche Entwicklerpaket.
help.ksredv.de/de_DE/werbascloud/werbascloud-v10100 - Loco-Soft, Schnittstellenübersicht: unterstützte Marken und
Partneranbindungen.
loco-soft.de/produkte/schnittstellen - Loco-Soft, Meldung vom 8. Oktober 2025: Integration von
KI-Funktionen, Preis und die angekündigten Chatbots für die Terminvereinbarung.
loco-soft.de/aktuelles/ki-integration-fuer-den-autohaus-alltag - T-Systems, gDnet: Beschreibung des von Volkswagen zertifizierten
Netzes zur Anbindung von Konzernpartnern.
auto.dms.t-systems.net/public/gdnet.action
Ich habe am 4. August 2026 sieben Hersteller schriftlich angefragt. Loco-Soft und T-Systems haben am 5. August geantwortet, ihre Angaben stehen oben und in den Quellen. WERBAS hat die Anfrage aufgenommen. Zu incadea (CARLO), Keyloop (Dracar+, Optima21), CARDIS Reynolds und Motiondata Vector liegt noch keine Antwort vor. Weitere Antworten arbeite ich hier ein und weise das Änderungsdatum aus.